Es war nur ein Moment. Ich hab gelächelt. Ganz leicht. So, wie man das eben macht. Nicht auffallen, nicht anecken, nicht echt.
Davor hatte mein Körper kurz gezuckt. Ich wollte eigentlich was sagen. Aber dann kam dieser Gedanke: „Ach, ist jetzt auch egal.“
Und genau da war er passiert. Ein Microsplit. Eine winzige Bewegung weg von mir selbst.

Was sind Microsplits?
Microsplits sind kleine innere Trennungen, die fast unmerklich geschehen. Sie sind keine Dramen – aber sie sagen viel. Sie zeigen, wo du dich selbst verlässt, um zu funktionieren, zu gefallen oder zu vermeiden.
Es sind die Momente, • in denen du „Kein Ding“ sagst, obwohl etwas in dir weint, • in denen du atmest, als dürftest du keinen Platz einnehmen, • in denen du nickst – und dein Bauch leise nein flüstert.
Microsplits sind nicht falsch. Sie sind Schutz. Muster. Prägung. Aber sie sind auch: eine Einladung.

Einladung wohin?
Zurück. Zu dir. Zu deiner Wahrheit. Nicht als Konzept – sondern spürbar, im Körper. Denn dein Körper erinnert. Was du fühlst, was du brauchst, was du übergehst.

Warum das wichtig ist
Nicht weil du sonst krank wirst. Sondern weil du sonst nicht ganz bist.
Microsplits machen nicht krank. Aber sie machen sichtbar, wo du nicht ganz bei dir bist. Und wo du dich liebevoll wieder einsammeln kannst – bevor dein System dich erinnert: mit Spannung, mit Müdigkeit, mit innerer Leere.
Das ist keine Bedrohung. Das ist Intelligenz. Dein Körper spricht. Immer.

Typische Szenen • Im Zoom-Call: Du nickst, obwohl du nicht einverstanden bist. • Beim Sex: Du passt dich an, statt dich zu spüren. • Mit deinem Kind: Du tröstest, obwohl du selbst Halt brauchst. • Am Telefon: Du sagst „Kein Problem“ – und spürst ein Stechen. • Auf Social Media: Du scrollst – und verlierst dich dabei selbst.
Microsplits sind nicht das Problem. Sie sind das Signal.

Was du tun kannst: Nicht korrigieren – sondern bemerken
Der Schlüssel liegt nicht im „richtig machen“, sondern im Bemerken. In der feinen, ehrlichen Frage:
„War ich gerade bei mir?“
Und wenn nicht – ist das keine Schuld, sondern ein Wendepunkt. Ein Moment der Rückverbindung. Nicht mit Aufwand, sondern mit Achtsamkeit.

STRESSWISE Mikro-Praxis: Ich nehme mich wieder mit
Wenn du spürst, dass du dich kurz verlassen hast – sag leise:
„Ich bin wieder da.“
Leg die Hand auf dein Herz oder deinen Bauch. Atme dreimal. Nicht, um dich zu optimieren. Nur, um dich wieder zu spüren.

Fazit
Microsplits zeigen dir nicht, dass du gestresst bist. Sie zeigen dir, wie sehr du dich sehnst, ganz zu sein. Du musst nichts reparieren. Nur dich erinnern. Immer wieder. Leise. Sanft. Körperlich. Wahrhaftig.

Lust auf mehr?
Wenn du lernen willst, mit dir in Verbindung zu bleiben – auch im Trubel des Alltags: Entdecke unsere STRESSWISE-Retreats oder hol dir das kostenlose Starterjournal.
www.stress-wise.de

PS: Du bist nicht falsch. Vielleicht nur kurz abgewichen. Und genau darin liegt deine Einladung. Zurück. Zu dir.
Nach oben scrollen